RheumaPreis 2026: Wenn Arbeit möglich bleibt

Arbeiten, Verantwortung übernehmen, Kolleginnen und Kollegen treffen, gebraucht werden: Für viele Menschen ist Beruf weit mehr als Erwerbsarbeit. Umso einschneidender kann eine Diagnose wie Rheuma sein. Schmerzen, Fatigue oder Bewegungseinschränkungen verändern den Alltag oft von heute auf morgen und werfen nicht selten die Frage auf: Kann ich meinen Beruf überhaupt weiter ausüben?
Dass die Antwort darauf häufig „Ja“ lautet, zeigen die Preisträger*innen des RheumaPreises 2026 eindrucksvoll. In Leipzig wurden Martin Abramowski aus Erfurt und Vanessa Kleinsteuber aus Ebstorf gemeinsam mit ihren Arbeitgebern ausgezeichnet. Beide haben Wege gefunden, mit ihrer Erkrankung beruflich aktiv zu bleiben. Voraussetzung dafür waren Offenheit, gegenseitiges Vertrauen und praktische Lösungen am Arbeitsplatz.
Der 51-jährige Martin Abramowski lebt mit einer systemischen Sklerose und hat schwere gesundheitliche Krisen überstanden. Nach einer langen Krankheitsphase gelang ihm schrittweise die Rückkehr ins Berufsleben. Vanessa Kleinsteuber erhielt bereits mit 21 Jahren die Diagnose rheumatoide Arthritis. Heute unterstützen die 26-Jährige unter anderem ein ergonomisch angepasster Arbeitsplatz, flexible Arbeitsorganisation und die Möglichkeit zum Homeoffice.
Teilhabe ist kein Zufall
Für Physio Deutschland haben die ausgezeichneten Beispiele eine besondere Bedeutung. Der Verband ist langjähriger Partner der Initiative RheumaPreis und in der Jury vertreten.

Physiotherapeut*innen begleiten Menschen mit Rheuma oft über viele Jahre. Sie helfen dabei, Beweglichkeit zu erhalten, körperliche Belastbarkeit zu stärken und individuelle Strategien für den Alltag zu entwickeln. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag – damit Betroffene nicht nur aktiv bleiben, sondern auch am Arbeitsleben teilhaben können. Die Geschichten der diesjährigen Preisträger*innen erinnern daran, dass chronische Erkrankungen nicht zwangsläufig das Ende einer beruflichen Laufbahn bedeuten. Mit medizinischer Versorgung, therapeutischer Begleitung und einem unterstützenden Arbeitsumfeld können Menschen mit Rheuma ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Kompetenzen weiterhin einbringen.
Der RheumaPreis macht diese Erfolgsgeschichten seit 2009 sichtbar und setzt damit ein wichtiges Signal: Nicht die Erkrankung sollte im Mittelpunkt stehen, sondern die Möglichkeiten, die Menschen trotz ihrer Erkrankung haben – beruflich und privat.
Weiterführende Informationen zu den Preisträger*innen des RheumaPreises 2026 gibt es unter:
Fotos: © Benedikt Ziegler








