Mitglied werden
23.06.2026 – Bundesverband

Protest und Gespräche zeigen Wirkung:  Lesung zum GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz verschoben

Die 2./3. Lesung zum GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz im Deutschen Bundestag ist vom 26. Juni voraussichtlich auf den 11. Juli 2026 verschoben. Ob das Gesetz damit noch wie von der Bundesregierung geplant vor der Sommerpause den Bundestag und den Bundesrat erfolgreich passiert, bleibt damit offen. Das ist ein erster Erfolg der vielfältigen Aktionen und der intensiven Gespräche mit der Politik.

Großer Diskussions- und Nachbesserungsbedarf

Am 22. Juni 2026 fand die öffentliche Anhörung im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages statt. 90 Sachverständige, mehr als 90 Minuten viele Fragen und deren Antworten zeigen die Schwachstellen des vorliegenden Gesetzentwurfs zur Stabilisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Interessierte finden das Protokoll der Anhörung und die zahlreichen Stellungnahmen hier.

„Die Argumente der Sachverständigen haben aufgezeigt, dass der Gesetzentwurf keine nachhaltige Finanzierung sicherstellt - im Gegenteil: die geplanten Kürzungen erfolgen einseitig und werden negative Auswirkungen auf die Versorgungsqualität haben“, fasst Marc Akel, Vorsitzender von Physio Deutschland, im Anschluss an die Anhörung zusammen. Ob und wenn ja, welche Anpassungen im Gesetz noch erfolgen, bleibt offen. Der Handlungsbedarf ist jedoch offensichtlich. Physio Deutschland wird gemeinsam mit den Mitgliedsverbänden im Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) weiter Gespräche mit den Entscheidern auf Bundes- und Landesebene führen. „Die Aufschiebung der Lesung im Bundestag zeigt, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, und deshalb bleiben wir dran“, erklärt Marc Akel. Mehr zu den Aktivitäten des SHV finden Interessierte hier.

    

Engagement wichtiger denn je

In den vergangenen Wochen ist rund um die Physiotherapie und die Heilmittelbranche viel Bewegung entstanden. Zahlreiche Initiativen und Aktionen – darunter das Bündnis Zukunft Therapieberufe sowie die Petition zur Vermeidung drohender Versorgungslücken oder die Petition „Physiotherapeuten können sich ihren Beruf bald nicht mehr leisten“ sowie zur Einführung des Direktzugangs – verdeutlichen den großen Einsatz innerhalb der Branche.

   

Wir danken allen Engagierten sowie Unterstützerinnen und Unterstützern, die sich mit großem Engagement einbringen – durch ihre Beteiligung an Petitionen, ihre Mitwirkung in Initiativen und ihr öffentliches Eintreten für die Belange unseres Berufsstandes!
Marc Akel
Bundesvorsitzender

    

Die aktuellen Aktivitäten zeigen, wie wichtig gemeinsames Handeln ist. Um die physiotherapeutische Versorgung nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln, braucht es weiterhin eine starke und sichtbare Stimme der Profession.

„Schon heute bereiten wir uns als Physio Deutschland intensiv auf mögliche Strukturreformen im Herbst vor. Unser Ziel: physiotherapeutische Versorgung stärken und die Potenziale des Berufs umfassend nutzen“, unterstreicht Marc Akel das Handeln von Physio Deutschland in den nächsten Wochen und Monaten. Denn: Nur gemeinsam können wir mehr erreichen – für unseren Beruf, für bessere Rahmenbedingungen und für eine zukunftssichere Versorgung unserer Patientinnen und Patienten.

Habt Ihr Fragen oder Anregungen oder seid ihr bereit mitzuwirken? Dann meldet euch gerne bei uns. Schreibt entweder an info(at)physio-deutschland.de oder meldet euch gerne bei unseren Regionalverbänden von Physio Deutschland – einfach hier klicken und euer Bundesland anklicken, um direkt zu den Kontaktdaten zu gelangen.