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13.09.2018

Sechs Richtige auf der Verordnung – mit zwei Aktionen gegen die Bürokratie in der Physiotherapie

Neues Rezept, neues Glück. So ähnlich könnte die aktuelle Praxis in der Physiotherapie beschrieben werden. Denn bevor ein Physiotherapeut eine ärztliche Verordnung annimmt und mit der Behandlung beginnt, muss er zuerst prüfen, ob der Arzt die Verordnung richtig ausgestellt hat. Übersieht er dabei einen Fehler, muss er mit dem Risiko leben, keine Vergütung für seine bereits geleistete Arbeit zu erhalten. Ein unhaltbarer Zustand!

Bereits Anfang 2018 hat PHYSIO-DEUTSCHLAND daher dazu aufgerufen, alle möglichen Verordnungsfehler zu melden. Viele Praxisinhaber und Angestellte sind der Aufforderung gefolgt, wodurch wir zwei Aktionen zum Thema „Unnötige Bürokratie“ starten konnten.

  • 1. Resolution zur Entbürokratisierung der Heilmittelrichtlinie und des Heilmittelkatalogs
  • 2. Patientenaktion „WarteZeit zu handeln!“

Die Forderungen sind nahezu deckungsgleich, sie beinhalten an erster Stelle die Forderung nach einer Vereinfachung der Heilmittelrichtlinie/des Heilmittelkataloges. Wir fordern mehr Flexibilität bei den Themen Behandlungsbeginn, Frequenz und den behandlungsfreien Intervallen. Auch das Prinzip „Neuer Arzt – neuer Regelfall“ wird von uns gefordert. Unsere Forderungen richten sich an den G-BA, der aktuell über die Überarbeitung der Heilmittelrichtlinie berät. Diese Beratungen sollen bis Ende 2018 abgeschlossen werden. Gleichzeitig berichten wir der Politik im Rahmen unserer Patientenaktion „WarteZeit zu handeln!“ über die bürokratischen Probleme aus Patientensicht. Dazu treffen wir uns mit dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung Dr. Brauksiepe, dem wir die Verordnungsprobleme und die daraus resultierende Verschlechterung der Patientenversorgung ausführlich darlegen werden.

Die Materialien zur der Patientenaktion, wie Flyer, Postkarten und Plakate können Sie hier kostenlos (Sie zahlen nur die Versandkosten) bestellen.