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14.05.2018

PHYSIO-DEUTSCHLAND unterstützt das "Sofortprogramm Therapieberufe"

Der Physiotherapeut und Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne fordert in einem "Sofortprogramm Therapieberufe" 1,8 Milliarden Euro zusätzlich zur Stärkung der therapeutischen Versorgung vor Ort.


 "Wir stehen zu 100 Prozent hinter dieser Forderung und werden bei unseren Gesprächen mit den Verantwortlichen weiter alles daran setzen, dass mehr Geld für uns Therapeuten ins System kommt", erklärt Andrea Rädlein, Vorsitzende von PHYSIO-DEUTSCHLAND.

 

Das "Sofortprogramm Therapieberufe" war unmittelbar nach Veröffentlichung auch Anlass für die Frankfurter Allgemeine Zeitung über die Situation der Therapeuten in Deutschland ausführlich zu berichten – den  Artikel gibt es hier.

Erste Verbesserungen gut, aber längst nicht ausreichend um die Situation der Physiotherapeuten deutlich zu verbessern

Im Jahr 2014 haben wir 38,7 Prozent von der Politik gefordert. Die Politik hat uns gehört und reagiert. Bis 2019 haben wir ein Vergütungsplus von etwa 30 Prozent mit den Krankenkassen verhandeln können – ein guter Anfang aus unserer Sicht und ein erster großer Schritt in die richtige Richtung Aber: Aktuelle Entwicklungen zeigen: Die Vergütungsanpassungen greifen insbesondere in den vom Fachkräftemangel betroffenen Regionen mit einer zu großen zeitlichen Verzögerung. Und: Trotz dieser Gebührenanpassungen sind die Praxisinhaber noch immer weit davon entfernt, konkurrenzfähige Gehälter auf TVöD-Niveau zahlen können.

Von den Erhöhungen sollen Praxisinhaber und Angestellte im ambulanten Bereich profitieren, so hat es die Politik als Gesetzgeber im Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) festgelegt. Erstmals konnte PHYSIO-DEUTSCHLAND frei mit den Krankenkassen verhandeln, weil der Gesetzgeber die Deckelung durch die Grundlohnsumme bei den Gebührenverhandlungen für drei Jahre ausgesetzt hat.

"Wir haben die Chance genutzt, die uns der Gesetzgeber gegeben hat und haben die Gerechtigkeitslücke zu einem großen Stück schließen können. Jetzt muss der nächste Schritt der Politik kommen, damit die ersten Maßnahmen nicht einfach verpuffen, sondern die Patientenversorgung tatsächlich sichergestellt werden kann“, betont Andrea Rädlein.

Unser Beruf muss wieder attraktiv werden

Als PHYSIO-DEUTSCHLAND setzen wir auf ein Bündel von Maßnahmen zur Verbesserung der Situation unserer Kolleginnen und Kollegen. Zwei Schwerpunkte bestimmen derzeit die berufspolitische Arbeit von PHYSIO-DEUTSCHLAND auf Bundesebene: Wir brauchen eine deutlich höhere Vergütung und deutlich weniger Bürokratie.

Von beidem profitiert am Ende der Patient, weil unser Beruf attraktiver wird und wir mehr Zeit für die eigentliche Behandlung haben.