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18.11.2021

Reminder – Fristen und Hygienepauschale

In den letzten Wochen und Monaten hatten die gesetzlichen Krankenkassen und Berufsgenossenschaften die Fristenregelungen aufgrund der Pandemie-Situation wiederholt angepasst. In diesem Überblick erfahren Sie, was aktuell gilt (Stand 12.11.2021).

 

Gesetzliche Kassen

  • Beginnfrist: Die Behandlungsfrist liegt laut Heilmittel-Richtlinie bei 28 Tagen. Eine Verlängerung dieser Frist ist nicht vorgesehen.

  • Unterbrechungsfrist: Unterbrechungen werden aktuell pandemiebedingt nicht geprüft. Dies gilt für alle Verordnungen, die bis 31.12.2021 behandelt werden.

  • Entlassmanagement: Die in § 16a der Heilmittelrichtlinie vorgegebene 7-Kalendertage-Beginnfrist gilt, die Behandlung muss also spätestens innerhalb von 7 Tagen nach der Entlassung aufgenommen werden. Die 12-Kalendertage-Frist für die letzte Behandlung bleibt bis auf Weiteres auf eine 21-Kalendertage-Frist erweitert. Hierbei ist der Entlasstag nicht mitzurechnen. Krankenhausärzt*innen können pandemiebedingt für bis zu 14 Tage Heilmittel verordnen. Nach Mitteilung des G-BA sind die aktuellen Sonderregelungen zum Entlassmanagement gemäß § 2a Abs. 2 der Heilmittelrichtlinie an die Gültigkeit der SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung geknüpft. Aufgrund einer Gesetzesänderung ist diese nicht mehr an die Feststellung der epidemischen Lage gebunden. Die Sonderregelungen zum Entlassmanagement gelten damit bis zum 30.05.2022(siehe auch hier: Befristete Sonderregelungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie, Internetseite G-BA)

  • Hygienepauschale: Die Abrechnung der Hygienepauschale ist pandemiebedingt bei den gesetzlichen Kassen mit 1,50€ pro Verordnung bis zum 31. März 2022 möglich (Positionsnummer 29944). Dies regelt Artikel 20b "Änderung der Hygienepauschalverordnung" der heute im Deutschen Bundestag beschlossenen Änderungen im Infektionsschutzgesetz. Grundsätzlich gilt: Für die Abrechnung der Position ist der Tag der letzten Behandlung innerhalb einer Verordnung im Rahmen der Rechnungsstellung anzugeben. Zuzahlungen werden für diese Position nicht erhoben. (Weitere Infos)

 

Berufsgenossenschaft (DGUV), Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) 

  • Beginnfrist: Für die Berufsgenossenschaften ist bei Verordnungen die Beginnfrist pandemiebedingt auf 14 Tage verlängert (siehe auch hier). Die Sonderregelungen gelten pandemiebedingt bis zum 31.12.2021 fort.

  • Unterbrechungsfrist: Für Akutpatienten im Bereich der DGUV sind pandemiebedingt Unterbrechungen von 14 Kalendertagen zulässig. Bei Langzeitbehandlungen mit entsprechend vorliegender vom Kostenträger genehmigter Dauerverordnung kann die Behandlung bis zu 28 Kalendertage unterbrochen werden (aktuell bis zum 31.12.2021 gültig).

  • Hygienepauschale: Auch bei den Berufsgenossenschaften kann pandemiebedingt die Hygienepauschale mit 1,50€ pro Verordnung abgerechnet werden (Positionsnummer 29944) – ebenfalls geknüpft an die epidemische Lage von nationaler Tragweite bis 25.11.2021. Auch hier empfehlen wir, bereits abgeschlossene Rezepte rechtzeitig abzurechnen und auch hier muss die vollständige Abrechnung bis spätestens 24.11.2021 eingegangen sein.

 

PKV Erstattung der Hygienepauschale

  • Bis Ende Dezember 2021 erstattet die Private Krankenversicherung (PKV) eine pandemiebedingte Extravergütung von 1,50 Euro pro Behandlung und verlängert damit die bereits bestehenden Regelungen für ihre Versicherten bis 31.12.2021 (siehe hier).

 

Ausführliche Erläuterungen zu den Übergangsregelungen finden Sie hier:

Für Fragen steht die Geschäftsstelle gerne telefonisch (0711 92541-0) oder per E-Mail (info(at)bw.physio-deutschland.de) zur Verfügung.